…umfasst Erkrankungen folgender Organsysteme:

  • Magen-Darm-Trakt
  • Leber
  • Niere und harnableitendes System
  • Genitaltrakt
  • Endokrinologie:
    • Bauchspeicheldrüse
    • ŸSchilddrüse
    • ŸNebennieren
  • Atemwege
  • Knochenmark (Blutbildung)

MAGEN-DARM-TRAKT:

Der Magen-Darm-Trakt setzt sich aus Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm zusammen. Seine Hauptaufgabe besteht in der Verdauung der aufgenommenen Nahrung. Zudem ist er ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems.
Erste Symptome einer Störung dieses Systems sind oft Erbrechen und/ oder Durchfall sowie Inappetenz. Meist zeigt sich zusätzlich noch ein reduziertes Allgemeinbefinden.
Eine ausführliche Anamnese sowie eine klinische Untersuchungen, geben erste Hinweise darauf, was die Symptome ausgelöst hat. Kleinere Ursachen, wie Parasitosen oder Dysbakterien lassen sich unproblematisch mit den entsprechenden Medikamenten (Wurmkur, Antibiotika) und einer entsprechenden Diät beheben. Seltener treten Futtermittelunverträglichkeiten, chronische Parasitosen, chronische Darmentzündungen (IBD) und tumoröse Geschehen auf. Diese Erkrankungen bedürfen einer ausführlichen Diagnostik. Hierbei behelfen wir uns mittels Blutuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall und ggf. des diagnostischen chirurgischen Eingriffs.

LEBER:

Der Leberunterliegen eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben. So nimmt sie eine zentrale Stellung im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel (z.B. Speicherung von Glykogen und Fettsäuren), bei der Synthese von Bluteiweißen (z.B. Albumine, Immunglobuline), sowie bei der Ausleitung von Schadstoffen (Entgiftung) ein.
Eine Erkrankung dieses Organs kann dementsprechend weitreichende Folgen hinsichtlich der Entgiftung des Körpers, der Blutgerinnung und der Bluteiweißsynthese nach sich ziehen. In schweren Fällen vergiftet sich der Körper selbst, da seine Abfallprodukte nicht mehr ausgeleitet werden können.
Erste Hinweise auf Lebererkrankungen geben uns ein ausführliches Vorgespräch (Anamnese) sowie die labordiagnostische Untersuchung der Leberenzyme. Dies können wir mittels unsere Blutanalysegeräte direkt vor Ort durchführen und haben bereits nach wenigen Minuten erste Ergebnisse. Eine sonographische Darstellung der Leber und ggf. eine Biopsie schließen die Diagnostik ab.

NIERE UND HARNABLEITENDES SYSTEM:

Ein weiteres wichtiges Organ in Bezug auf die Entgiftung des Körpers stellt die Niere mit ihren ableitenden Strukturen (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre) dar. Die Niere ist ein zentrales Filterorgan, welches dafür sorgt, dass Gifte und Stoffwechselendprodukte aus dem Körper ausgeleitet und wiederverwertbare Substanzen (Glucose, Elektrolyte, Aminosäuren, Wasser) dem Körper wieder zugeführt werden (Reabsorption). Der daraus entstehende Harn wird über das Nierenbecken und den Harnleiter in die Harnblase geleitet und dort zunächst gespeichert um letztendlich über die Harnröhre den Köper zur verlassen.
Erkrankungen dieses Systems werden oft spät erkannt, haben aber tatsächlich ernsthafte Folgen für den Organismus.
Ein wichtiger Früherkennungswert für Nierenerkrankungen ist der sogenannte SDMA-Wert (Symmetrisches Dimethylarginin). Er zeigt uns an, ob ein Tier an einer Chronischen Niereninsuffizienz (CNI) leidet. Die Kontrolle des SDMA-Wertes erfolgt über ein externes Labor (Laboklin). In unserer Praxis ist es uns jedoch möglich, die Nierenparameter Harnstoff und Kreatinin zu kontrollieren, welche leider erst dann erhöht sind, wenn bereits 75 % des Nierengewebes zerstört sind. Über eine entsprechende Infusionstherapie sowie begleitende Diätmaßnahmen und Einsatz von Medikamenten ist es möglich, eine Verbesserung bzw. Stabilisierung der Nierenwerte zu erreichen.

GENITALTRAKT:

Oft sehen wir uns in unserer Tierarztpraxis mit den Erkrankungen der primären und sekundären Geschlechtsorgane konfrontiert. So treten bei (unkastrierten) Hündinnen häufig Erkrankungen, wie Gebärmutterentzündungen, Ovarialzysten oder Mammatumore auf.  Rüden leiden mitunter an Hodentumoren, Prostatahyperplasie oder auch an Kryptorchismus. Die meisten dieser Erkrankungen erfordern einen zeitnahen chirurgischen Eingriff, welcher in unseren modernen OP-Räumen unter Inhalationsnarkose und entsprechendem Monitoring durchgeführt werden kann.
Des Weiteren betreut unsere Tierarztpraxis bereits seit mehreren Jahren eine Vielzahl von Züchtern. In diesem Zusammenhang führen wir regelmäßig gynäkologische und andrologische Untersuchungen (z.B. Progesteronbestimmung und Beurteilung der Spermaqualität im hauseigenen Labor) durch.

ENDOKRINOLOGIE:

Die Endokrinologie befasst sich mit den Wechselwirkungen bzw. Erkrankungen des Hormonhaushaltes. Zentrale Organe sind hier die Schilddrüse, die Nebennieren sowie die Bauchspeicheldrüse (Pancreas).
Eine Störung dieser Organe ist zu Beginn meist unauffällig. Es zeigen sich zunächst recht unspezifische Symptome wie vermehrter Appetit, eine höhere Wasseraufnahme, Teilnahmslosigkeit oder aber Unruhe bzw. erhöhte Reizbarkeit. Diese Symptome können auf eine Dysfunktion der Schilddrüse (Über- oder Unterfunktion) oder aber des Pancreas (Diabetes mellitus) hindeuten. Zeigen sich jedoch Fellveränderungen bzw. -verlust sowie ein starker Muskelabbau, ist dies hinweisend auf eine Störung der Nebennieren (z.B. Morbus Cushing, Morbus Addison). Klarheit bringen hier Blutwertkontrollen und Funktionstests der Organe. Unter Zuhilfenahme unseres hauseigenen Labors liegen uns die Ergebnisse innerhalb weniger Minuten vor. Für die ausführlicheren Funktionstests bemühen wir das externe Labor (Laboklin).

ATEMWEGE :

Erkrankungen der oberen und tieferen Atemwege können vielfältige Ursachen haben. Beginnend bei einem einfachen bakteriellen Infekt über Allergien bis hin zu wie einem Thoraxerguss oder aber auch Tumoren. Ein viraler/ bakterieller Infekt äußert sich oft in Heiserkeit, Husten und verminderter Leistungsfähigkeit. Starker Husten kann sowohl auf einen Infekt (z.B. Zwingerhustenkomplex) hindeuten aber auch von einem tumorösen Geschehen ausgehen. Atemnot entsteht zum einen bei einer starken allergischen Reaktion, häufiger jedoch durch ein durch Herzschwäche verursachtes Lungenödem. Um zu diagnostizieren, welche Ursache für die vorliegende Problematik verantwortlich ist, helfen uns zum einen die klinische Untersuchung (Auskultation Lunge, Begutachtung der Schleimhäute, Palpation der Lymphknoten), aber auch unsere bildgebenden Geräte (X-Ray, Endoskopie). Immer häufiger treten auch in unseren Breitengraden Parasitosen, verursacht durch Herz- und Lungenwürmer in den Vordergrund. Hierfür sind gesonderte parasitologische Untersuchungen nötig.

KNOCHENMARK (BLUTBILDUNG) :

Das Knochenmark ist der Ort der Blutbildung (Hämatopoese). Kommt es zu einer Erkrankung dieses Systems äußert sich dies zunächst in klinischen Symptomen (z.B. Schwäche, Kurzatmigkeit) sowie in einem veränderten Blutbild.
Die häufigsten Veränderungen im Blutbild sind die Anämie (Blutarmut der roten Blutkörperchen), die Leukozytose (Anstieg der weißen Blutkörperchen) sowie die Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) und können schnell zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.
Gründe für eine Anämie können schwere äußere Verletzungen aber auch innere Blutungen und Vergiftungen sein. Ebenfalls können sogenannte Blutparasiten (Anaplasmen, Babesien) für eine Störung der roten Blutzellen (Erythrozyten) sorgen.
Eine entsprechende Diagnostik mittels Blutuntersuchung (ggf. Mikroskopie) und bildgebender Verfahren ist unerlässlich um eine zügige Therapie einzuleiten. Mitunter ist in sehr schweren Fällen eine Bluttransfusion nötig,
In einigen Fällen liegt die Ursache für ein verändertes Blutbild in autoimmunen Prozessen oder aber in tumorösen Geschehen.

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